Traumatherapie

Traumatherapie

Meine Art der Therapie richtet sich vor allem an Menschen, wo die Verletzung sehr früh im Leben stattgefunden hat. Dies äußert sich darin, dass der Kontakt zum eigenen Körper und zu den eigenen Gefühlen oft schwierig ist, und damit auch der Kontakt zum eigenen ICH. Das sind Menschen, die Kontakt vermeiden, weil sie ihn als bedrohlich empfinden. Menschen, die sich abschotten und sich selbst und andere ablehnen. Nach dem NARM-Ansatz sind dies Menschen mit der Kontakt-Überlebensstruktur. Wenn Dich die Themen dieser Webseite ansprechen, kannst Du davon ausgehen, dass Du auch zu dieser Menschengruppe gehörst.

Einen ‚schnellen‘ Weg der Heilung gibt es nicht. Je früher die Verletzungen stattgefunden haben, desto tiefgreifender sind die Überlebensmechanismen verankert und desto länger dauert auch die Heilung. Ich arbeite mit Therapieansätzen, die das Grundproblem adressieren: fehlender Kontakt und Dysregulation. Die direkte Arbeit an der Symptomebene, z.B. Depression oder soziale Ängste halte ich aus eigener Erfahrung für nicht zielführend.

Themen, welche in der Therapie bearbeitet werden, sind zum Beispiel:

  • Erstarrung/Dissoziation
  • Verkörperung
  • hohe Erregung und ständiges Bedrohungsgefühl
  • Scham und Selbsthass
  • abgespaltene Aggressionen
  • gedämpfte Lebendigkeit

Wir arbeiten so viel wie möglich körperorientiert, denn allein die Erkenntnis nützt wenig.

Die Therapie hat zwei grundlegende Bausteine: der Kontakt zu Dir selbst und das erforschen des gemeinsamen Raumes der Begegnung

Kontakt zu Dir selbst

Der erste und wichtigste Schritt ist der Kontakt zu Dir selbst und deinem Körper. Sich selbst zu spüren, zu fühlen und präsent im Körper zu sein, das ist die Basis und der wichtigste Schritt der Heilung.
Wie willst Du in Kontakt mit Menschen treten, wenn Du überhaupt nicht da bist? Das ist schwierig. Erst wenn Du deine Grenzen spürst und sie kommunizieren und auch verteidigen kannst, wird sicherer Kontakt überhaupt erst möglich. Für einen erfüllenden Kontakt ist es auch wichtig, deine Bedürfnisse zu spüren und mitteilen zu können. Menschen mit frühen Verletzungen können Beides oft nicht, weil sie innerlich noch wie kleine Babys sind und das nie gelernt haben.
Oft gibt es auch den Wunsch nach ‚gesehen werden‘ und ohne Worte verstanden zu werden. Das hört erst auf, wenn Du Dich selbst siehst und Dich selbst zeigst. Dazu brauchst es ein stabiles ICH-Gefühl. Bei Menschen, die ein Leben lang in chronischer Leere, Dissoziation oder Isolation gelebt haben, ist das oft kaum vorhanden. Man weiß nicht, wer man ist und was man will. Geringes Selbstwertgefühl und soziale Ängste hängen oft damit zusammen.
Der Schlüssel für den Kontakt zu Dir selbst ist die Rückkehr in den Körper. Methodisch arbeiten wir in dieser Phase viel mit dem Körper – Bewegung, Berührung, TRE® und Bewusstseinsübungen.

Erforschen des gemeinsamen Raumes der Begegnung

Für die Bildung eines ICH-Gefühls braucht es ein Gegenüber und Resonanz. Das ist wie ein Nachholen dessen, was man eigentlich als Kind hätte lernen sollen. Kontakt mit anderen Menschen macht aber aufgrund der frühen Verletzungen oft Angst und deshalb braucht es dazu einen sicheren Rahmen, den man im Alltag oft nicht hat. Grundlage meiner Arbeit ist die Polyvagal-Theorie von Stephen W. Porges. Dabei geht es in erster Linie darum, dafür zu sorgen, dass sich der Kontakt zwischen uns sicher anfühlt und dein System dadurch neue Erfahrungen machen kann. Da ich früher selbst unter starken Ängsten im Kontakt gelitten habe, kann ich gut nachfühlen, wie es Dir gerade geht. Ich möchte Dir ein sensibles Gegenüber sein, wo es Dir aufgrund des gemeinsamen Erfahrungsraumes vielleicht leichter fällt, Dich einzulassen und Dich zu öffnen.

Themen an den wir gemeinsam arbeiten, sind zum Beispiel:

  • Fühlen, dass da jemand ist
  • Bedürfnisse erfüllt bekommen
  • destruktive Überzeugungen loslassen
  • in die eigene Kraft gehen dürfen
  • Arbeit mit Schamgefühlen

Therapeutisch arbeite ich mit einer Mischung dessen, was ich in den Seminaren und Weiterbildungen bei Mike Hellwig, Dami Charf und Gopal Norbert Klein gelernt habe.

Therapeutisches Angebot

Die therapeutische Arbeit mit Menschen ist relativ neu für mich. Da sind Gedanken, noch nicht gut genug zu sein, noch mehr Zeit zu brauchen und erst noch mehr Weiterbildungen besuchen zu müssen, usw.
Ich möchte diese Vermeidungsstrategien überwinden, mutig sein und ins Handeln kommen. Bisher habe ich Traumatherapie kostenlos für Probeklienten angeboten. Meine ersten Erfahrungen waren sehr positiv und geben mir die Sicherheit und das Vertrauen, den nächsten Schritt zu gehen. Ab Mai 2021 nehme ich Traumatherapie in mein offizielles Angebot auf.

Einführungsangebot für Traumatherapie – Preise gültig bis Ende 2021:

persönlich vor Ort in Dresden – 40 Euro pro Zeitstunde
online per Skype/Zoom – 30 Euro pro Zeitstunde

Ab 2022 werde ich dann wahrscheinlich den regulären Preis von 60 Euro pro Stunde berechnen.

Die Therapie von frühen Verletzungen ist sehr komplex und individuell. Für die Heilung braucht es in der Regel die Körper- und Gefühlsebene und die Kontaktebene. In einem Erstgespräch schauen wir gemeinsam, an welchem Punkt Du stehst und was es gerade braucht. Im weiteren Verlauf gehen wir dann die Dinge Schritt für Schritt an.

Wenn Dich das anspricht und Du mit mir arbeiten möchtest, schreib mir gerne eine Mail.

Erfahrungsberichte

Melanie – April 2021

Ich bin seit zwei Monaten bei Wenke in der Traumatherapie via Skype und kann die Zusammenarbeit mit ihr aufrichtig empfehlen – gerade wenn man mit einer komplexen Geschichte und einem bereits langen Leidensweg zu ihr kommt. Ihr Angebot zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass sie neueste Methoden kennt und einsetzt, die in den herkömmlichen, kassenfinanzierten Therapien in der Regel noch nicht angekommen sind und die wirklich den Kern der Traumaproblematik effektiv und tiefgreifend ansprechen.
Ein unschätzbarer Vorteil ist außerdem, dass sie das Thema aus persönlicher Erfahrung kennt und eigene Lösungswege gegangen ist. Es gibt in der Zusammenarbeit mit ihr kein hierarchisches Gefälle, kein „von oben herab“. Auch wenn ich mit Peinlichkeiten oder Abwegigem um die Ecke komme, reagiert sie verständnisvoll und annehmend und bleibt dabei authentisch.
Zum ersten Mal erfahre ich, dass Therapie keine qualvolle Angelegenheit sein muss, sondern dazu führen kann, dass es mir endlich mal BESSER geht. Ich habe noch viele kleine und große Schritte vor mir, doch ich weiß, dass ich in Wenke eine kompetente und warmherzige Begleiterin habe. Vielen Dank dafür!